In einer intensiven und taktisch anspruchsvollen Begegnung erkämpfte sich die A-Jugend des JFFV Baumholder-Westrich bei der JSG Rotenfels/Wissberg ein 3:3-Unentschieden. Gegen den bis dato verlustpunktfreien Gastgeber, der zuvor lediglich neun Gegentore kassiert hatte, zeigte das Team von Trainer Maurice Fender eine disziplinierte und geschlossene Mannschaftsleistung.

Von Beginn an war klar, dass dieses Spiel „eine andere Hausnummer“ werden würde als die vorherigen Partien. Der Gastgeber präsentierte sich aus Zuschauersicht als das spielbestimmende Team, trat körperlich kompakt auf und wusste auch spielerisch zu überzeugen. Gefühlt 80 Prozent Ballbesitz sprechen eine deutliche Sprache. Lediglich im letzten Drittel fehlten der JSG die zündenden Ideen – ein Umstand, den der JFFV konsequent zu nutzen wusste.

Trainer Maurice Fender stellte seine Mannschaft aufgrund des schmalen Platzes taktisch auf eine Dreierkette um – ein Schachzug, der voll aufging. „Die Dreierkette hat es überragend gemacht“, lobte Fender nach der Partie. Besonders hob er Malte Holtmann hervor, der ungewohnt in der Kette agierte und seine Aufgabe mit großer Souveränität erfüllte.

Auch das Zentrum funktionierte nach Plan. Die Sechser und Achter machten die Räume eng, verschoben diszipliniert und setzten die taktischen Vorgaben hervorragend um. „Das Ziel war es, das Zentrum eng zu machen und nach Ballgewinnen mit zwei, drei schnellen Kontakten nach vorne zu spielen“, erklärte Fender. Genau dieses Konzept führte sowohl beim 1:0 durch Mika Ruth als auch beim zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich durch Nils Bootz zum Erfolg.

Dass seine Mannschaft viel Laufarbeit würde verrichten müssen, war dem Trainer im Vorfeld bewusst. Entsprechend groß war sein Lob für die Defensivleistung und das konsequente Verschieben. „Die Jungs haben den Plan super umgesetzt und klasse verteidigt“, so Fender. In einigen Situationen hatte der JFFV zwar auch das nötige Quäntchen Glück – entweder vergab die JSG aussichtsreiche Chancen oder Keeper Janne Holtmann entschärfte brenzlige Situationen mit starken Paraden.

Spielerisch bezeichnete Fender die JSG Rotenfels/Wissberg als das beste Team der Liga – ein Eindruck, den der Gastgeber über weite Strecken bestätigte. Dennoch fehlte im entscheidenden Moment die Durchschlagskraft.

Kurz vor Schluss fiel der 3:3-Ausgleich durch ein Eigentor – glücklich in der Entstehung, aber keineswegs unverdient. Angesichts des Spielverlaufs und der enormen Lauf- und Defensivarbeit durfte sich der JFFV Baumholder-Westrich über einen wichtigen Punktgewinn freuen.

Aus Sicht der Gastgeber mag sich das Remis wie zwei verlorene Punkte anfühlen – aus Sicht des JFFV ist es das Ergebnis einer taktischen Meisterleistung und einer geschlossenen Teamperformance. Trainer Maurice Fender zeigte sich nach Abpfiff voll des Lobes über seine Mannschaft, die gegen den Spitzenreiter Charakter, Disziplin und Spielintelligenz bewies

Torschützen

0:1 Mika Ruth (13.)
1:1 Mika Franz Weiß (28.)
2:1 Dennis Kappel (52.)
2:2 Nils Bootz (53.)
3:2 Leandro Oliveira (59.)
3:3 Eigentor (86.)

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